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Frühling in der Stadt: Stadtgärtner kultivieren 100.000 Sommerblumen und gestalten Parkanlage

Nicht nur für Hobbygärtner ist der Frühling eine arbeitsreiche Jahreszeit. Wenn die Temperaturen steigen, haben auch die Heider Stadtgärtner viel zu tun. Arbeitsschwerpunkte sind die Kultivierung von über 100.000 Sommerblumen und die Umgestaltung des kleinen Parks an der Neuen Anlage.

HEIDE (hps) Alleine die Zahlen sind beeindruckend: In jedem Jahr pflanzen die Stadtgärtner jeweils rund 10.000 Stiefmütterchen, Tulpen und Narzissen im Stadtgebiet. Hinzu kommen mehrere Tausend Krokusse und 100.000 Sommerblumen. Das Besondere: Der Großteil der Pflanzen wird als Jungpflanzen gekauft und dann in den städtischen Gewächshäusern in Handarbeit herangezogen.

„Für Grünanlagen in der Stadt verwenden wir bewährte Sorten, die sowohl Nässe, als auch Trockenheit vertragen“, erklärt Pflanzen-Experte Hermann Bartels, der vor 32 Jahren als junger Gärtnergeselle bei der Stadtgärtnerei anfing. Wie in jedem Jahr topft er im Frühjahr zusammen mit seiner Kollegin die kleinen Sämlinge mehrmals um, damit sie schließlich als ausgewachsene Pflanzen die Beete der Stadt zieren. Auch Exoten, wie das Indische Blumenrohr werden in den Gewächshäusern auf dem Baubetriebshof in Handarbeit vermehrt. Sein Tipp für alle Hobby-Gärtner: Am allerwichtigsten ist eine hochwertige Blumenerde, sonst können sich die schönsten Sommerblumen nicht richtig entfalten.

„Der Wechsel der Jahreszeiten gibt uns Gärtnern den Takt vor. Für mich persönlich ist der Frühling die spannendste Jahreszeit, dann heben das Sonnenlicht und die Blumen die Stimmung“, so der Stadtgärtner. Eine alte Bauernregel hat dabei nach wie vor Bestand, weiß Hermann Bartels aus langjähriger Erfahrung: Die 100.000 Petunien, Geranien und viele andere Sommerblumen werden erst nach dem 15. Mai gepflanzt, wenn die Eisheiligen vorüber sind.

Diese Frist kommt Georg Giesl gerade recht. Der Gartenbau-Techniker koordiniert die gestalterischen Arbeiten im Stadtgebiet. Das wichtigste Projekt ist zurzeit die Umgestaltung der Neuen Anlage. Die Aufwertung des kleinen Parks nahe der Innenstadt begann bereits im vergangenen Herbst. „In der Winterzeit haben wir kranke Bäume gefällt, Büsche gerodet und den Boden planiert. Nun geht’s an die Feinarbeit“, so der Vorarbeiter des Baubetriebshofes.

Der Park wuchs in den vergangen Jahren immer mehr zu, sodass die Grünanlage schlecht einsehbar war und von den Bürgerinnen und Bürgern nur wenig genutzt wurde. Eine großzügige Rasenfläche rund um den kleinen Teich, die Boule-Anlage und den Generationen-Spielplatz  soll zukünftig wieder mehr Menschen zum Verweilen einladen, wünscht sich das Gärtner-Team der Stadt.

Nicht nur Georg Giesl und sein Kollegen sind gespannt, wie der Frühjahrsputz der Neuen Anlage bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Auch bei Stadtbaurat Georg Jahnsen, Leiter des zuständigen Fachbereiches Bau und Planung, steigt die Vorfreude: „Für mich als Stadtplaner ist es spannend zu beobachten, wie sich die Umgestaltung des Parks auf seine Nutzung auswirkt. Wir hoffen, dass diese grüne Oase in der Innenstadt für alle Teile der Bevölkerung eine Bereicherung ist.“