Dach dicht, Fenster drin: Es geht voran auf der Großbaustelle an der Landvogt-Johannsen-Straße. Allerdings nicht so schnell, wie ursprünglich geplant. Der Neubau des Schulzentrums Heide-Ost (SZHO) verzögert sich. Der Schulbetrieb wird voraussichtlich erst im Sommer 2028 starten.
Nachdem das Vorhaben lange im Zeitplan lag, ist es inzwischen zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen. Vor allem der lange, kalte und niederschlagsreiche Winter 2025/2026 hat die Fertigstellung des Rohbaus ausgebremst. Hinzu kamen verschiedene Mängel, die zeitaufwendige Nacharbeiten erforderlich machten. „Diese Entwicklung ist natürlich bedauerlich, aber für ein Projekt dieser Größenordnung auch nicht ungewöhnlich“, erklärt Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. „Immerhin arbeiten auf der Baustelle rund 70 verschiedene Gewerke, die aufeinander angewiesen sind. Kommt es an einer Stelle zu Schwierigkeiten, wirkt sich das fast immer auf die nachfolgenden Arbeiten aus.“
Ursprünglich sollten der Schulbetrieb im Herbst 2027 starten. Nach aktueller Einschätzung der verantwortlichen Fachplaner wird der Komplex erst Ende 2027 fertiggestellt sein. Anschließend stehen noch wichtige technische Abnahmen und Überprüfungen an. „Am Ende wollen wir ein einwandfreies Schulgebäude übernehmen“, betont Schmidt-Gutzat. „Qualität geht in diesem Fall vor Tempo.“ Den Umzug in das neue Schulzentrum plant die Stadt Heide daher jetzt bewusst für die Sommerferien 2028. Die sechswöchige unterrichtsfreie Zeit bietet deutlich mehr Spielraum, um den umfangreichen Umzug zu organisieren, die neuen Räumlichkeiten einzurichten und den Schulbetrieb am neuen Standort vorzubereiten.
Finanziell liegt das Großprojekt dagegen weiterhin im Plan. Nach Einschätzung der zuständigen Fachplaner bewegt sich der Neubau trotz der zeitlichen Verzögerungen weiterhin innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens von rund 100 Millionen Euro – trotz des gestiegenen Baukostenindexes.
Zum Hintergrund: An der Ecke Landvogt-Johannsen-Straße/Friedrich-Elvers-Straße errichtet die Stadt Heide für rund 100 Millionen Euro ein modernes Schulzentrum. Der vollständige Neubau schafft zeitgemäße Lern- und Unterrichtsbedingungen für rund 1.500 Schülerinnen und Schüler. Das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule bleiben auch künftig unter einem Dach vereint. Baubeginn war im Herbst 2024.