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Stellungnahme zu den laufenden Ermittlungen

Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Itzehoe und des Landeskriminalamts (LKA) Schleswig-Holstein gegen eine in Heide ansässige Großfamilie ist in den vergangenen Tagen auch das städtische Bauamt in den Fokus der öffentlichen Berichterstattung gerückt. Die Stadt Heide nimmt das zum Anlass, den derzeitigen Kenntnisstand einzuordnen. 

Am Dienstag, 18. August 2026, haben Einsatzkräfte des LKA und der Polizei unter Federführung der Staatsanwaltschaft Itzehoe insgesamt 17 Objekte in Heide, Meldorf, Marne, Fedderingen und Brokdorf durchsucht. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen umfangreicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche. Im Fokus stehen laut gemeinsamer Mitteilung von Staatsanwaltschaft und LKA „Personen einer in Heide ansässigen Großfamilie arabischer Herkunft sowie Personen aus dem näheren Umfeld“. 

Die Ermittlungen und die damit verbundene Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe begrüßt die Stadt Heide ausdrücklich.

Am Rande der Großmaßnahme wurden die Ermittlungsbehörden auch im Bauamt (Fachbereich 3 – Bau und Planung) tätig. Die Einsatzkräfte sicherten Unterlagen sowie elektronische Daten und führten Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern. Die Stadt Heide hat die Arbeit der ermittelnden Behörden von Beginn an vollumfänglich unterstützt und wird dies auch weiterhin tun. „Als Stadtverwaltung haben wir selbst ein großes Interesse daran, dass die erhobenen Vorwürfe konsequent und vollständig aufgearbeitet werden“, erklärt Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. „Jetzt gilt es, Transparenz zu schaffen.“ Bereits einen Tag nach der Razzia in Heide und dem polizeilichen Einsatz im Bauamt informierte der Verwaltungschef die Heider Politik über den Vorgang.

Gleichzeitig legt der Bürgermeister Wert auf eine klare Einordnung: Die Ermittlungen richten sich nicht gegen das Bauamt als Ganzes, sondern gegen einen einzelnen Mitarbeiter. „Die Stadtverwaltung gilt in dieser Untersuchung laut Staatsanwaltschaft und LKA als sogenannter nicht beschuldigter Dritter. Das heißt: Gegen uns wird nicht ermittelt. Vielmehr geht es um ein mögliches individuelles Fehlverhalten“, stellt Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat heraus. „Diese Unterscheidung ist wichtig. Wenn in der öffentlichen Berichterstattung der Eindruck entsteht, das gesamte Bauamt stehe im ‚Visier der Ermittler‘, dann entspricht das nicht der Realität.“

Wie die Staatsanwaltschaft Itzehoe inzwischen mitgeteilt hat, steht der betreffende Mitarbeiter in Verdacht, die „Bearbeitung von Bauanträgen im Sinne eines der Hauptbeschuldigten manipuliert“ zu haben. Ob und inwieweit sich der Verdacht bestätigt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen und aktuell noch völlig offen. Festzuhalten ist zudem, dass der betreffende Mitarbeiter nicht in der für Bauanträge zuständigen Fachabteilung gearbeitet hat. Im Übrigen gilt die Unschuldsvermutung. 

Umso wichtiger ist es aus Sicht der Stadt Heide, dass die übrigen Beschäftigten des Bauamts nicht mit den erhobenen Vorwürfen in Verbindung gebracht werden: Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass Kompetenzen überschritten oder missbraucht wurden. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bauamt leisten jeden Tag verantwortungsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt“, betont Schmidt-Gutzat. „Als Bürgermeister und Verwaltungschef habe ich auch eine Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, die mit den erhobenen Vorwürfen nichts zu tun haben. Sie dürfen aufgrund des Verdachts gegen eine Einzelperson nicht pauschal unter Generalverdacht geraten.“

Unabhängig vom Ausgang des Ermittlungsverfahrens wird die Stadt Heide die betroffenen Strukturen, internen Abläufe und Sicherungsmechanismen eingehend überprüfen. „Wir werden die erforderlichen Konsequenzen ziehen“, so Schmidt-Gutzat. Für Bürgerinnen und Bürger besteht kein Anlass, die ordnungsgemäße Bearbeitung ihrer Bauangelegenheiten grundsätzlich infrage zu stellen. „Sie können weiterhin darauf vertrauen, dass ihre Anliegen nach den geltenden rechtlichen und fachlichen Vorgaben bearbeitet werden“, betont der Bürgermeister.

Die Stadt Heide bittet um Verständnis, dass sie mit Blick auf das laufende Verfahren derzeit keine weitergehenden Angaben zum Sachverhalt machen kann. Für Fragen zum Ermittlungsverfahren und zum aktuellen Stand der Untersuchungen ist die Staatsanwaltschaft Itzehoe die zuständige Ansprechpartnerin.