25 Jahre Kommunal-Diakonischer Wohnungsverband

Prävention vor Reaktion – so lautet das ehrgeizige Motto des Kommunal-Diakonischen Wohnungsverbandes (KDWV) Heide. Heute vor genau 25 Jahren wurde die Einrichtung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit gegründet. "Sie hat sich als echtes Erfolgsmodell erwiesen", sagt Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. 

Der KDWV wurde 1. November 1995 von der Stadt Heide und dem Kirchenkreis Norderdithmarschen (heute Kirchenkreis Dithmarschen) aus der Taufe gehoben. Grund dafür war die bundesweit stark ansteigende Zahl an wohnungssuchenden und wohnungslosen Menschen, die auch in Dithmarschen zu spüren war. "Ziel des Zweckverbandes ist es, alle wichtigen Akteure an einer Stelle zu bündeln und so die notwendigen sozial-, ordnungs- und wohnpolitischen Instrumente zusammenzuführen", sagt Anke Rosenkranz, Leiterin des Fachdienstes Bürgerservice und Sicherheit bei der Stadt Heide. "Je früher niedrigschwellige Hilfen angeboten werden können, umso effektiver und nachhaltiger kann das Problem der Obdachlosigkeit behoben – bestenfalls sogar komplett vermieden – werden."

Und das klappt gut, obwohl Wohnungsnot auch ich Heide ein immer größeres Thema wird. Rosenkranz: "Die Lage ist mehr als angespannt, umso wichtiger ist die Arbeit des KDWV." Der stößt allerdings immer öfter an seine Grenzen, weil geeigneter Wohnraum knapp ist. Die eigenen und Unterkünfte des KDWV, zum Beispiel die Wohnanlage an der Apenrader Straße, sind durchgehend voll belegt. "Über kurz oder lang wird der KDWV neue Wege gehen müssen, um der Wohnungsnot begegnen zu können", so Rosenkranz.

Wegen der Corona-Pandemie verzichtet der KDWV auf eine Geburtstagsfeier. Stattdessen haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, das Geld, das für das Fest gedacht war, für den guten Zweck zu spenden - unter anderem an die Aktion Sterntaler und an die Bewohnerinnen und Bewohner der städtischen Unterkünfte. Anke Rosenkranz: "Auf diese Weise können wir unserem Klientel und unseren Partnern zum Jubiläum etwas Gutes tun."

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