Bewertungskriterien für die Veräußerung eines Grundstückes im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 63

Zur Steuerung einer sozialgerechten und nachhaltigen sowie qualitativen Stadtentwicklung erfolgt die Vergabe des städtischen Wohnbaugrundstückes östlich der Straße „Blauer Lappen“ als Konzeptvergabe nach festgesetzten Bewertungskriterien.

Die Stadt Heide hat am 27.09.2017 den Bebauungsplan Nr. 63 für das Gebiet nördlich der Gemeindegrenze Lohe-Rickelshof, des Hochfelder Wegs und der Esmarchstraße, westlich der Professor-Bier-Straße, der Robert-Koch-Straße und des Naugarder Wegs, südlich der Straße Freudental und des Wesselner Wegs und östlich des Hochfelder Wegs als Satzung beschlossen.

Neben dem Planungsziel den Bestand des Westküstenklinikums Heide (WKK) mit seinen Nutzungen zu festigen und dessen Weiterentwicklungen für die Zukunft zu ermöglichen, wurden u.a. auch die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um auf einer ca. einen Hektar großen Fläche östlich der neuen Trasse „Blauer Lappen“ eine Wohnbebauung zu ermöglichen. Die im Stadteigentum befindlichen Flächen östlich der Trasse „Blauer Lappen“ und nördlich der Gemeindegrenze Lohe-Rickelshof weisen diese Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebietes auf (vgl. Abb. 1). Durch die Nähe zum Standort des Westküstenklinikums und dem steigenden Bedarf an Wohnungen sowohl für Mitarbeiter, Auszubildende und Studenten des WKKs Heide als auch zur Deckung des allgemeinen Bedarfes an Wohnungen sowie für den hohen Bedarf an Wohnungen für den Kommunal-Diakonischen-Wohnungsverband (KDWV), soll Wohnraum als Geschosswohnungsbau mit bis zu drei Vollgeschossen geschaffen werden.

Abbildung 1: Bebauungsplan Nr. 63 der Stadt Heide; Darstellung der ca. 1 ha großen Fläche östlich der Trasse „Blauer Lappen“

Damit dieses Stadtgrundstück im Sinne des nachhaltigsten Konzeptes vergeben wird, werden im Rahmen einer Matrix verschiedene Bewertungskriterien festgelegt. Zwingendes Kriterium ist die Umsetzung von min. 30 % gefördertem/bezahlbarem Wohnungsbau, weshalb dieser Aspekt am stärksten gewertet wird. Diese Forderung ergibt sich aus dem Strategiepapier der Stadt Heide zur Steuerung des sozial geförderten/bezahlbaren Wohnraumes. Der Bodenerwerb ist mindestens gemäß Bodenrichtwerttabelle zu entrichten. Der ermittelte Bodenrichtwert beträgt 72 €/m². Da die Vergabe des Grundstückes nach den Kriterien der Konzeptvergabe erfolgt, ist die Höhe des Kaufpreises nicht ausschlaggebendes Kriterium. Der Bewerber wird zur Vergabe zugelassen, wenn dieser sich an das Strategiepapier der Stadt Heide hält.

Hintergrund ist der stark nachgefragte Wohnungsmarkt im Stadtgebiet Heides. Insbesondere im geförderten Wohnungsbau ist die Nachfrage enorm gestiegen. Dies liegt letztlich auch darin begründet, dass in den letzten Jahren kein geförderter sozialer Wohnungsbau entstand. Die Schaffung und der Erhalt preiswerten Wohnraums gehören zu den größten Herausforderungen der kommunalen Daseinsvorsorge, zumal Angebot und Nachfrage weit auseinanderklaffen. Daher hat die Stadt Heide ein Strategiepapier mit dem Ziel erarbeitet, bezahlbaren Wohnungsbau zu schaffen. Auf Grundlage des Strategiepapiers wird bei einem Verkauf von städtischen Grundstücken eine Quote von 30 % für den geförderten/bezahlbaren Wohnungsbau festgelegt.

Des Weiteren besteht seitens des Kommunal-Diakonischen-Wohnungsverband (KDWV) die Notwendigkeit die Anzahl an geförderten Wohnungen zu erhöhen. Der ev.-luth. Kirschenkreis Dithmarschen und die Stadt Heide haben sich zum KDWV zusammengeschlossen, um Wohnungen bereitzustellen. Ziel ist es, dass der KDWV für mindestens 10 Wohnungen Belegungsrechte besitzt. Das Wohnungsangebot für den KDWV umfasst auch größere Wohnungen, somit ist ein Mix an 1-4 Zimmer Wohnungen anzubieten.

Die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 63 sind bei Einreichung des Konzeptes einzuhalten. Abweichende Konzeptangaben erhalten eine negative Wertung und können ggf. nicht berücksichtigt werden. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Unterlagen:

Angebote (Konzeptvorschlag über geplantes Vorhaben und Angabe der Kaufpreisvorstellung) können bis Sonntag, 31. März 2019, im Rathaus eingereicht werden. Ansprechpartner ist Olaf Oertel: 0481/6850-612; olaf.oertelstadt-heidede. Fragen zur Bewertungsmatrix beantwortet Annette Botters unter 0481/6850-628 oder per E-Mail, annette.bottersstadt-heidede.

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