Zob-Umzug und Hotelneubau: Meilensteine für eine attraktivere Innenstadt

So schnell wie möglich soll’s losgehen: Das Hotel auf dem derzeitigen ZOB-Gelände ist eines der größten und wichtigsten Neubauprojekte, mit denen sich die Verwaltung aktuell beschäftigt. „Wir sehen darin einen Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt“, erklärt Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. „Deshalb arbeiten wir die vorgeschriebenen Planungs- und Genehmigungsverfahren zügig ab."

Gemeinsam mit dem Investor hat die Stadt das Vorhaben in den vergangenen Monaten weit vorangebracht. „Wir konnten viele Fragen klären. Die Planungen wurden konkretisiert. Machbarkeitsstudie und Schallgutachten wurden vom Investor vor Kurzem eingereicht“, versichert Annette Botters, Leiterin des Fachdienstes Städteplanung und Bauordnung. Auch sie betont die große Bedeutung des Projekts. „Im Portfolio der Stadt fehlt eine zentrumsnahe Übernachtungsmöglichkeit. Umso mehr freuen wir uns auf das Hotel.“

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die Stadt Heide alles dafür getan, dem Neubau-Projekt den Weg zu ebnen. Botters: „Im Moment können wir von unserer Seite aus nicht mehr tun. Denn uns fehlen noch weitere Unterlagen des Investors.“ Unter anderem stehen noch ein Verkehrsgutachten und ein Umweltbericht aus.

Der Hotelneubau hängt zudem vom Umzug des ZOBs an den Bahnhof ab, für den es allerdings noch keinen konkreten Termin gibt. „Wir sind da am Ball“, sagt Holger Friedrichs, Fachdienstleiter Tiefbau. „Aber wir warten noch auf den Förderbescheid aus Kiel.“ Denn für die ZOB-Verlegung gibt es voraussichtlich finanzielle Unterstützung vom Land. „Und von diesem Angebot würden wir natürlich gerne profitieren.“ Die Bedingung: Solange die Antwort auf den Förderantrag noch nicht da ist, dürfen die Bauarbeiten weder ausgeschrieben noch begonnen werden. Der Fachdienst-Chef: „Wenn wir zu früh anfangen, verstoßen wir gegen die Förderkriterien.“

Bereits vor zwei Jahren hat die Verwaltung mit der Änderung der Pläne für dem Umbau das Bahnhofsumfeldes aus dem Jahr 2014 begonnen. "Die alten Pläne waren nicht mehr umsetzbar", so Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. "Hätte man früher mit der Änderung begonnen, wären wir am ZOB schon weiter."

Trotz dieser Warteschleife ist Schmidt-Gutzat zuversichtlich, dass es mit dem Umzug des ZOBs – und damit auch mit dem Innenstadt-Hotel – in Kürze weiter nach vorne geht. „Ein Hotel macht uns als Stadt attraktiver – nicht nur für Gäste“, betont der Bürgermeister. „Wir stehen voll hinter dem Vorhaben und werden den Investor weiter so gut es geht bei der Verwirklichung unterstützen.“

Illustration: Architekturgesellschaft Hohaus, Hinz & Seifert

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