Statement von Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat zum Internationalen Frauentag (8. März)

Heute ist ein besonderer Tag. Und das schon seit fast 100 Jahren. 1921 wurde der 8. März offiziell zum Weltfrauentag erklärt. Seither ist dieses Datum fest im Thementagkalender verankert – und im gesellschaftlichen Bewusstsein: Der 8. März steht für eine vielfältige Initiative, die sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau stark macht. Dieses Bestreben befürworte ich ausdrücklich. Denn auch im 21. Jahrhundert ist die Gleichstellung der Geschlechter vielerorts noch nicht erreicht.

In diesem Jahr haben die Vereinten Nationen dem Internationalen Frauentag die Überschrift Each for Equal (Jede*r für Gleichberechtigung) gegeben. Diese Solidarität wollen wir auch hier bei uns in Heide zeigen und leben. In Kooperation mit engagierten Mitstreiterinnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat unsere Gleichstellungsbeauftragte Gabriela Petersen anlässlich des heutigen Weltfrauentags eine interessantes und abwechslungsreiches Informations- und Mitmachangebot für Frauen auf die Beine gestellt. Das Motto der Veranstaltung lautet treffend: FrauenStadtHeide. Von Vorträgen und Beratung über Kennenlern- und Austauschmöglichkeiten bis hin zu Unterhaltung und Kinderbetreuung – das Programm kann sich, wie schon in den Vorjahren – wirklich sehen lassen.

Für uns als Stadt ist und bleibt Gleichberechtigung eine wichtige Handlungsmaxime. Anders als in Berlin ist der 8. März hier zwar kein Feiertag, aber Stadtverwaltung und -politik unterstützen die Gleichstellungsbewegung und ihre vielen verschiedenen Projekte ideell und finanziell. Das gilt zum Beispiel für die Beratungsstellen, das Frauenhaus und Aktionen wie den Equal Pay Day, den Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen oder den Girls Day.

Schon seit 1991 beschäftigt die Stadt Heide eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte, die sich nach innen und außen für die Belange der Frauen einsetzt und unter anderem darauf achtet, dass städtische Gremien möglichst paritätisch besetzt werden. Auch bei der Weiterentwicklung der Stadt spielt die Gleichberechtigung eine wichtige Rolle. So sorgen wir mit dem kontinuierlichen Aus- und Neubau von Kindergärten nicht nur für ein attraktiveres Betreuungsangebot, sondern nicht zuletzt auch für mehr Chancengleichheit im Erwerbsleben.

Ein weiterer Beleg für unsere Fortschritte in Sachen Gleichstellung ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Ilka Marczinzik in gut zwei Wochen. Nach 17 Männern hat unsere Stadt damit nun auch endlich eine Ehrenbürgerin.

Auf dem Erreichten wollen wir uns allerdings nicht ausruhen. Denn auch bei uns gibt es in Sachen Gleichberechtigung und Chancengleichheit noch einiges zu tun, etwa im Hinblick auf die Integration von Migrantinnen. An all dem arbeiten wir.

Auch wenn der Weltfrauentag in Heide kein Feiertag ist, so ist er dennoch ein Tag zum Feiern: Frauen – und Männer – setzen sich weiter für die Gleichstellung der Geschlechter ein. In diesem Sinne wünsche ich der Veranstaltung FrauenStadtHeide gutes Gelingen und den Besucherinnen viel Freude.

Oliver Schmidt-Gutzat

Bürgermeister der Stadt Heide

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