Sonderausstellung auf der Museumsinsel: Comics zeigen Stadtgeschichte

Bilder erzählen Geschichte: Am kommenden Sonntag, 21. März, startet auf der Museumsinsel Lüttenheid eine besondere Ausstellung. 150 Jahre Stadtrecht – Heide im Comic-Portrait, so lautet der Titel der Schau, die einen außergewöhnlichen Blick auf die bewegte Historie der Stadt bietet. "Es gibt Tolles zu sehen", sagt Einrichtungsleiterin Dr. Telse Lubitz. "Die Ausstellung ist wirklich einen Besuch wert." 

Die Sonderausstellung zeigt 27 grafische Kurzbiografien berühmter Heider Persönlichkeiten, darunter unter anderem der Heimatdichter Klaus Groth, der Komponist Johannes Brahms, der Maler Nicolaus Bachmann, die Lehrerin Lilly Wolff, den Springreiter Fritz Thiedemann und die Sängerin Kerstin Ott. Entwickelt und auf Papier gebracht wurden die Bildergeschichten von 21 Zeichnerinnen und Zeichnern aus ganz Deutschland – unter Federführung des Kieler Comic-Kollektivs PureFruit. "Heide erhielt vor 150 Jahren das Stadtrecht. Klingt erstmal nicht so spannend. Aber wenn man einen Blick darauf wirft, wer alles aus der norddeutschen Stadt stammt, wird’s interessant", heißt es in der PureFruit-Veranstaltungsankündigung. 

Und die Ausstellung hat noch einen anderen Hintergrund: Heide ist die Geburtsstadt des weltbekannten Comic-Pioniers Rudolph Dirks. "Da schließt sich der Kreis", sagt Grafik-Designer und Comic-Fan Tim Eckhorst. Der gebürtige Dithmarscher ist PureFruit-Mitbegründer und war maßgeblich an der Umsetzung der Schau beteiligt. Unter anderem steuerte er eine Bilderstrecke über Altmarktmeister Heinrich Schultz bei. 

Die Sonderausstellung 150 Jahre Stadtrecht – Heide im Comic-Portrait ist bis einschließlich Sonntag, 25. April, während der gewohnten Öffnungszeiten auf der Museumsinsel Lüttenheid zu sehen. Um aufgrund des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens möglichst vielen Besuchern das Comic-Erlebnis bieten zu können, wird die Ausstellung im Spätsommer/Herbst noch einmal gezeigt, vom 5. September bis zum 31. Oktober. Ergänzend zur Ausstellung gibt es für Interessierte ein breites digitales Angebot. Bis in den April hinein veröffentlichen die Museumsinsel und PureFruit im Internet in regelmäßigen Abständen mehrere kurze Videoclips, die die Hintergründe der Ausstellung und ihre Künstler beleuchten. 

Ursprünglich sollten Ausstellung und Begleitprogramm schon im vergangenen Jahr an den Start gehen, anlässlich des tatsächlichen 150. Heider Stadtrecht-Geburtstags. Museumsleiterin Dr. Telse Lubitz: "Die Corona-Pandemie hat uns da aber leider einen Strich durch die Rechnung gemacht."


Hinweis zum Museumsbesuch während der Corona-Pandemie: 

Für den Besuch gelten die offiziellen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: Besucherinnen und Besucher der Museumsinsel sind verpflichtet sich an die bekannten Abstands- und Hygienevorschriften halten und auf dem gesamten Museumsgelände einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske zu tragen. Zum Zwecke der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten erfasst die Museumsinsel Kontaktdaten sowie Datum und Uhrzeit des Besuchs. Die Besucherzahl ist auf zehn Personen begrenzt. Unter Umständen kann dies zu Wartezeiten führen. Das Museum kann derzeit nur in einem "Einbahnstraßen-Rundgang" besichtigt werden. Gruppenangebote und -veranstaltungen sind zurzeit nicht gestattet.

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