Schlichten statt Richten: Heide sucht ehrenamtliche Schiedspersonen

Ob Nachbarschaftsstreit oder andere Konfliktsituationen: Kleinere Meinungsverschiedenheiten können schnell große Probleme nach sich ziehen. Für die neue Amtszeit sucht die Stadt Heide Schiedspersonen, die Betroffenen bei der Überwindung von Konflikten zur Seite stehen.

„Am Ende ist es mir wichtig, dass sich die Streitparteien die Hand reichen und sich wieder in die Augen sehen können“, sagt Klaus Rosenkranz. Während seiner fünfjährigen Amtszeit als Schiedsmann der Stadt Heide hat er unzählige Konflikte, allen voran Nachbarschaftsstreitigkeiten, erfolgreich beigelegt.

In den allermeisten Fällen sind es kleine Meinungsverschiedenheiten, die sich im Laufe der Zeit zu scheinbar unlösbaren Problemen ausweiten, berichtet der pensionierte Handwerkermeister. „Meine Menschenkenntnis und ein ruhiger, unvoreingenommener Blick verraten mir ziemlich schnell, wie eine Lösung aussehen könnte“, erklärt der erfahrene Schiedsmann sein Erfolgsrezept.

Dies ist auch nötig, denn schwelende Konflikte im persönlichen Umfeld stellen Betroffene nicht selten unter großen psychischen Druck. Und wenn der Streit erst vor Gericht landet, kann es für beide Seiten richtig teuer werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es in Heide ehrenamtliche Schiedspersonen, die im Streitfall vermitteln. „Die Schiedsleute übernehmen eine ganz wichtige Aufgabe in unserer städtischen Gesellschaft, dies hat Herr Rosenkranz mit seiner guten Arbeit immer wieder bewiesen“, lobt Bürgermeister Ulf Stecher das Engagement des Vierundsiebzigjährigen.

Im Mai dieses Jahres endet die Amtszeit von Klaus Rosenkranz. Interessierte Heider Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 8. April 2015 schriftlich um das Amt bewerben. Die Stadt zahlt den Schiedspersonen eine Aufwandsentschädigung und finanziert Einführungslehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen. Juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Hilfreich sind Verhandlungsgeschick, Fingerspitzengefühl und Interesse am Umgang mit Menschen. Damit der Start ins neue Amt gelingt, möchte Klaus Rosenkranz seine Nachfolger während der Übergangszeit unterstützen: „Wer sich vorstellen kann, diese interessante Tätigkeit zu übernehmen, dem stehe ich mit Rat und Tat zur Seite“, so Heides scheidender Schiedsmann.

Sie sind interessiert? Weitere Informationen erhalten Sie von Sven Borchers vom Fachdienst Zentrale Dienste der Stadtverwaltung unter 0481 6850-112 oder per E-Mail: sven.borchers@stadt-heide.de zu erreichen.

In das Schiedsamt können nur Personen berufen werden, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten für das Amt geeignet sind.

A.    Das Amt kann nicht bekleiden, wer1.    die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt;2.    unter Betreuung steht.B.    In das Amt soll nicht berufen werden, wer1.    das 30. Lebensjahr nicht vollendet hat,2.    nicht in der Stadt Heide wohnt,3.    durch sonstige nicht unter A. Ziff.1 fallende gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist.Die Sachkosten des Amtes werden von der Stadt getragen. Die Teilnahme an regionalen Einführungslehrgängen und Fortbildungsveranstaltungen des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) wird gewährleistet.Ihre Bewerbung (bitte mit der Angabe von Name, Vorname, Geburtsname, Anschrift, Geburtstag und Geburtsort, Beruf/Stand/ehemaliger Beruf, einem kurzen Lebenslauf, kurze Schilderung welche Erfahrungen für die Ausübung des Schiedsamtes eingebracht werden, Ihrer Telefonnummer und wenn vorhanden einer E-Mail-Adresse) schicken Sie bitte an dieStadtverwaltung HeideFachdienst 11 – Zentrale Dienste-Bewerbung SchiedsamtPostelweg 125746 Heide, oder per Mail an

postoffice@stadt-heide.de oder sven.borchers@stadt-heide.de

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