Nächtlicher Vandalismus: Sicherheitsdienst überwacht Heider Schulen

Mehr Schutz vor Vandalismus und Diebstahl: Künftig werden die Schulen der Stadt Heide während der Abend- und Nachtstunden von einem Sicherheitsdienst überwacht. "Ich bin sehr glücklich, dass das jetzt losgeht", sagt Marc Trester, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender der Heider CDU-Fraktion. "Denn wir sehen darin ein geeignetes Mittel, die Gebäude und Pausenhöfe vor kriminellen Übergriffen zu schützen."

Immer häufiger werden städtische Einrichtungen und Installationen zum Ziel von Randalierern und Einbrechern. Die Entwicklung ist besorgniserregend: Im vergangenen Jahr zählte das Gebäudemanagement der Stadt rund 100 Fälle von Vandalismus – beinahe eine Verdopplung gegenüber 2021. Der Gesamtschaden summierte sich 2022 auf mehr als eine Million Euro. Von Schmierereien Zerstörungswut und Diebstahl betroffen sind vor allem die Heider Schulen. Für großes öffentliches Aufsehen sorgte zuletzt ein Vorfall in der Klaus-Groth-Schule. Anfang des Jahres stiegen Unbekannte nachts in das Schulgebäude am Standort Loher Weg ein und verwüsteten die komplette Lehrküche (Foto). 

Dem traurigen Trend wollen Stadtpolitik und -verwaltung nun etwas entgegensetzen. So hat sich der Haupt- und Finanzausschuss im April mit großer Mehrheit für den Einsatz einer Wach- und Schließgesellschaft an den Schulen in Heider Trägerschaft ausgesprochen. Die Initiative für die Schutzmaßnahme geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurück. Marc Trester: "Wir sind davon überzeugt, dass das eine abschreckende Wirkung hat." 

Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat (SPD) sieht das genauso: "Wir begrüßen die Entscheidung. Mit den Kontrollen sorgen wir dafür, dass unsere Schulen auch außerhalb der Unterrichts- und Betreuungszeiten beaufsichtigt werden. Damit wollen wir verhindern, dass Störenfriede und Kriminelle dort weiter ihr Unwesen zu treiben." Dem Verwaltungschef geht es dabei nicht nur um die hohen Instandsetzungs- und Reinigungskosten. "Die Vandalismusschäden führen immer wieder zu erheblichen Beeinträchtigungen des Unterrichts- und Ganztagsbetriebs. Am Ende der Kette sind also die Schülerinnen und Schüler die Leidtragenden. Das wollen wir natürlich nicht. Auch aus diesem Grund gehen wir jetzt verstärkt gegen solche Taten vor."

Mit dem Wach- und Schließdienst an ihren Schulen hat die Stadt Heide ein externes Sicherheitsunternehmen beauftragt. Es nimmt in Kürze die Arbeit auf. Der Auftrag ist zunächst befristet – Verlängerung möglich. 

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