Museumsinsel: Neue Schmuckstücke für die Comic-Ausstellung

Hingucker mit spannender Geschichte: Die Comic-Ausstellung der Museumsinsel Lüttenheid ist jetzt um einige interessante Stücke reicher. Mit Hilfe der Fielmann-Stiftung ist es dem beliebten Kunst- und Kulturhaus gelungen, verschiedene Objekte zu ergattern, die in Zusammenhang mit dem in Heide geborenen Comic-Pionier Rudolph Dirks (1877-1968) stehen. "Das ist ein großer Gewinn für unsere Sammlung", betont  Einrichtungsleiterin Dr. Telse Lubitz (rechts im Bild).

Zu den neuen Exponaten gehören unter anderem Deko-Figuren, Spielzeug und diverse Alltagsartikel. Sie alle haben etwas mit den Dirks-Comics zu tun – vor allem mit der bekanntesten Reihe, den Katzenjammer Kids. Die Gegenstände sind zum Teil viele Jahrzehnte alt und werden heute nicht selten zu hohen Preisen gehandelt. "Die Geschichten von Rudolph Dirks erfreuen sich in der Szene bis heute großer Beliebtheit, insbesondere in seiner Wahlheimat, den USA", erklärt Comic-Experte Georg Gromke. Im Auftrag der Fielmann-Stiftung hat er über das Internet auf der ganzen Welt nach passenden Dirks-Exponaten für die Museumsinsel Lüttenheid gesucht. Fündig geworden ist er zum Beispiel in Dänemark, Norwegen und in Frankreich. Dort hat er alte Hefte mit Geschichten der Katzenjammer-Kids entdeckt und sofort zugeschlagen. "Dirks Werke wurden in viele Sprachen übersetzt", so Gromke.

Gemeinsam mit Jürgen Ostwald, Kunsthistoriker der Stiftung, und Christina Wilcke (rechts im Bild), Verklaufsleiterin der Heider Fielmann-Filiale, übergab er die Dirks-Ausstellungsobjekte an das Museum. Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat (Bildmitte) freute sich über die großzügige Unterstützung. "Die Schenkungen der Fielmann-Stiftung helfen uns sehr  dabei, hier immer wieder neue und interessante Exponate für die Öffentlichkeit ausstellen zu können. Dadurch wird unsere Museumsinsel noch attraktiver."

Mit seinen Katzenjammer Kids, die 1897 zum ersten Mal erschienen, hat Rudolph Dirks die weltweite Comic-Szene revolutioniert. „Er war der Erste, der Sprechblasen und die sogenannten Speedlines benutzt hat", erklärt Georg Gromke. "Damit ist Dirks sozusagen der Erfinder des modernen Comics." 

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