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Marktfrieden: Das Mittelalter kehrt zurück

Nur noch ein paar Tage, dann geht das große Historienspektakel los: Die Vorbereitungen für den 16. Heider Marktfrieden (HMF) laufen auf Hochtouren. Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat (rechts im Bild) ist sich sicher: "Das wird ein tolles Fest." Gemeinsam mit Ratsherr Josef Zehethofer (von links), Christel Will, Ratsherr Manfred Will, Bürgervorsteher Michael Stumm und anderen Mittstreiter:innen ist der Verwaltungschef derzeit immer wieder in Schleswig-Holstein unterwegs, um Werbung für den Mittelaltermarkt  in Heide zu machen. 

Vom 8. bis zum 10. Juli öffnet sich auf dem größten unbebauten Marktplatz Deutschlands ein Tor in die Vergangenheit. Es führt direkt ins 15. Jahrhundert, in die spannende und sagenumwobene Zeit der Dithmarscher Bauernrepublik, um die sich zahlreiche Geschichten und Legenden ranken. Der Kampf gegen die Naturgewalt der Nordsee, der tapfere Widerstand gegen fremde Herrscher: Die großen Herausforderungen des Mittellalters haben ihre Spuren hinterlassen, sind bis heute tief in der regionalen Identität verankert.

Mit dem "market vrede", dem Marktfrieden, erweckt die Stadt Heide diese Tradition alle zwei Jahre zum Leben. Wegen der langen Corona-Zwangspause und der vielen mit der Pandemie einhergegangenen Unwägbarkeiten findet die 16. Auflage des Historienfestes – sie war ursprünglich für 2021 vorgesehen – allerdings mit einem Jahr Verspätung und mit abgespecktem Programm statt. So wird es diesmal kein großes Freilichtschauspiel geben. "Das war angesichtrs der besonderen Umstände leider nicht möglich", erklärt HMF-Organisationschef Hartmut Kanzmeier. "Dafür haben wir den Fokus auf die Freitag und Samstagabend gelegt. Unsere Besucher dürfen sich unter anderem auf Musik, Tanz, jede Menge Schau- und Mittmach-Einlagen, den großen Festumzug und das Höhenfeuerwerk freuen." Mittelalterliches Markttreiben mit verschiedenen Händlern, alter Handwerkskunst, bäuerlichem Viehmarkt, Schaustellern, Gauklern, in farbenfrohen Gewändern herrscht an allen drei Tagen. Kanzmeier: "Es wird mehr als 70 Stände geben." 


 

 

 

 

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