Knickpflege-Arbeiten am Fritz-Thiedemann-Ring

Das könnte eng werden: Am Fritz-Thiedemann-Ring müssen Autofahrer und andere Vorbeikommende ab dem Wochenende mit Verkehrsbehinderungen rechnen. „Grund dafür sind dringend erforderliche Knickpflege-Arbeiten“, sagt Ole Röpke, Leiter des städtischen Baubetriebshofs.

Weil der Baum- und Strauchbewuchs am Rand des Fritz-Thiedemann-Rings zu dicht und zu wild geworden ist, hat die Stadt Heide eine Fachfirma mit dem Ausholzen des Pflanzenbestandes beauftragt. Die Arbeiten, die vom Baubetriebshof begleitet werden, laufen seit Anfang Januar. „Während der letzten Jahre sind die Straßenränder dort ziemlich zugewuchert“, erläutert Röpke. „Jetzt verschaffen wir der Natur wieder ein bisschen Luft.“ Die Maßnahme ist Teil der sogenannten Knickpflege.

Mit dem ersten Abschnitt sind die Arbeiter bereits fertig. Zwischen der Meldorfer Straße und der Hamburger Straße haben sie das Gestrüpp stark ausgedünnt. Zu Haufen aufgetürmt liegen die abgetrennten Baumstämme, Äste und Zweige neben der wichtigen Heider Umgehungsstraße. Aber nicht mehr lange. Ole Röpke: „Am Wochenende rückt die Schredderkolonne an.“ Mit schwerem Gerät wird das Holz zerkleinert und anschließend abtransportiert.

Dafür benötigen die Maschinen und Fahrzeuge allerdings einen Teil der Fahrbahn. Holger Friedrichs rechnet deshalb mit zeitweiligen Verkehrsbehinderungen. „Im Bereich der Häckselarbeiten wird der Fritz-Thiedemann-Ring jeweils nur einspurig befahrbar sein.“ Um die Beeinträchtigungen für Kraftfahrer so gering wie möglich zu halten, arbeite das beauftragte Unternehmen – sofern möglich – außerhalb der Stoßzeiten, so der Leiter des Fachdienstes Tiefbau weiter. Den aktuellen Planungen zufolge beginnt das große Holzschreddern am Sonnabendnachmittag. „Spätestens Ende kommender Woche wollen wir damit durch sein.“

Schon heute starten dagegen die Arbeiten am zweiten Teilstück der großangelegten Maßnahme. Zwischen der Landvogt-Johannsen-Straße und der Stadtpark-Zufahrt wird der Lärmschutzwall ausgeholzt. Auch in diesem Bereich gibt es viel zu tun. „Das wird bestimmt vier, fünf Tage dauern“, schätzt Ole Röpke. Danach wird auch dort geschreddert. Verkehrstechnisch sei das – im Gegensatz zum ersten Teilstück – kein Problem. „Da wir dort am linken Fahrbahnrand arbeiten, können wir den Fußgänger- und Radweg mit nutzen.“

Jedoch müssen Anwohner und Vorbeikommende während dieses Zeitraums mit Beeinträchtigungen durch Lärm rechnen. „Die Maschinen sind ziemlich laut. Deshalb haben wir die ursprüngliche Idee verworfen, am späten Abend und nachts zu schreddern“, sagt Holger Friedrichs. „Grundsätzlich versuchen wir immer, unsere Maßnahmen für alle Beteiligten so schonend wie möglich umzusetzen. Manche Dinge lassen sich aber leider nicht vermeiden. Wir bitten deshalb um Verständnis.“  

Als Kommune ist die Stadt Heide zur Pflege ihrer Knicks verpflichtet. „Knicks sind in Abständen von etwa zehn bis 15 Jahren zwischen dem 1. Oktober und dem letzten Tag des Februars auf den Stock zu setzen (zu knicken)“, heißt es dazu in Paragraf 21 des Landesnaturschutzgesetzes. 

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