Heider Appell: Bündnis für bessere Kinderbetreuung hofft auf weitere Unterschriften

Mehr als 50 Unterstützerinnen und Unterstützer haben den öffentlichen Hilferuf bereits unterzeichnet. Und wenn es nach Gabriela Petersen geht, sollen es noch viele mehr werden. „Gemeinsam  sind wir stark“, sagt die Mitbegründerin des Heider Appells und hofft auf weitere Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. 

Die Initiative setzt sich für eine bessere Kinderbetreuung in Schleswig-Holstein ein, speziell im Kreis Dithmarschen. „Unsere Hauptanliegen ist die Beseitigung des beinahe allgegenwärtigen Fachkräftemangels“, erklärt Petersen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heide. In enger Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft für Wissenschaft und Erziehung (GEW), dem Evangelischen Kitawerk Dithmarschen und dem Lokalen Bündnis für Familie Heide hat sie einen Forderungskatalog erarbeitet und verfasst: den Heider Appell. In dem zehnseitigen Papier heißt es unter anderem: „Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, erwarten von den politisch Verantwortlichen – besonders auf Kreis- und auf Landesebene – und den Trägern der Kitas kurzfristig ein mutiges und lösungsorientiertes Handeln.“ Zu den konkreten Forderungen des Zusammenschlusses gehören die Verbesserung der Rahmenbedingungen von pädagogischer Arbeit, die Ausbildung und Einstellung zusätzlicher Fachkräfte sowie der gezielte Aufbau multiprofessioneller Teams. Petersen: „Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter in unseren Kindertagesstätten müssen von verwaltungs- und hauswirtschaftlichen Arbeiten entlastet werden.“

Der Heider Appell – der an die von der Landesregierung geplante Kita-Reform anknüpft – stößt auf große positive Resonanz. Mehr als 50 Organisationen, Einrichtungen, Vereine und Verbände, Parteien und Privatpersonen haben sich der Sache bereits angeschlossen, darunter der Zweckverband Kindertagesstätten Heide-Umland, die Familienbildungsstätte (FBS) Heide, der Heider Seniorenbeirat, die Wählergemeinschaft Netzwerk Dithmarschen (WND) sowie die Landtagsfraktion der Grünen. Für Letztere hat Vorsitzende Eka von Kalben den Appell unterzeichnet. „Um die Situation vor Ort zu verbessern, braucht es ein großes Bündnis aus Eltern, Erzieherinnen und Erziehern, sozialen Verbänden, Trägern und politischen Gremien“, betont Gabriela Petersen. „Auch Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen dürfen unterzeichnen. Jeder, der sich unserer Sache verbunden, fühlt kann mitmachen.“

Nach Abschluss der Unterschriften-Sammlung will die Initiative den Heider Appell der Kreis- und Landespolitik sowie den verschiedenen Kita-Trägern präsentieren. Petersen: "Denn dort müssen endlich wegweisende Entscheidungen getroffen werden – insbesondere was die Finanzierung der Kinderbetreuung angeht.“

  • Weitere Auskünfte zum Heider Appell und zur Unterzeichnung erteilen Gabriela Petersen, 0481/6850-150, oder Dietmar Paczkowski, 0481/6850-303. 

 

Zurück