Energiesparen: Stadt Heide geht mit gutem Beispiel voran

Gemeinsam durch die Strom- und Gaskrise: Die Stadt Heide, ihre Eigenbetriebe und ihre Beteiligungen folgen dem Aufruf der Bundesregierung, Energie zu sparen. „Zusammen mit unserem Energiemanager haben wir geprüft, wo aktuell unsere Möglichkeiten liegen“, erläutert Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. „Die Vorgaben der neuen Bundesverordnung sind dabei gleich mit in die Überlegungen eingeflossen.“ Und Stefan Vergo, Geschäftsführer der Stadtwerke Heide GmbH ergänzt: „In dieser schwierigen Situation wollen wir mit guten Beispiel vorangehen.“

Am 1. September ist die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV) in Kraft getreten. Das Regelwerk, das zunächst für ein halbes Jahr gilt, betrifft auch die Kommunalverwaltungen und ihre Einrichtungen. Also auch die Stadt Heide und ihre verschiedenen Beteiligungen. Unter anderem sieht die Energieeinsparverordnung das Ausschalten von Denkmal- und Gebäude-Außenbeleuchtungen vor, sofern diese nicht der Sicherheit dienen. Oliver Schmidt-Gutzat: „Wir haben diese gesetzliche Vorgabe sofort in die Tat umgesetzt, zum Beispiel für das Rathaus, für das Bürgerhaus, für die Tourist-Info und unseren Wasserturm.“  Zum Maßnahmenpaket der Bundesregierung gehört zudem die Absenkung der maximalen Raumtemperatur in Arbeitsstätten. „Die Regelung gilt im Grunde für alle Arbeitgeber. Es gibt nur wenige Ausnahmen, etwa Kindergärten, Schulen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen“, erklärt Kay Teckenburg, Energiemanager der Stadt Heide. Für Verwaltungs- und Bürokomplexe wie das Rathaus schreibt die Verordnung ab sofort eine Raumtemperatur von maximal 19 Grad Celsius vor. „Wir setzen das natürlich so um. Die Belegschaft ist bereits darüber informiert.“

Doch das ist nicht alles: Beim Energiesparen gehen die Stadt und ihre Beteiligungen deutlich über die Vorgaben aus Berlin hinaus. „Wir möchten mehr tun. Einen möglichst großen Beitrag dazu leisten, dass wir alle gut und ohne Blackout durch die kalte Jahreszeit kommen“, betont Oliver Schmidt-Gutzat. Das Hauptaugenmerk liegt dabei vor allem auf den Großverbrauchern. So hat sich die Stadtmarketing Heide GmbH schon dazu entschieden, die Heider Winterwelt in diesem Jahr ohne die beliebte Eisbahn zu veranstalten. Auch die Stadtwerke – sie betreiben die Dithmarscher Wasserwelt – haben proaktiv gehandelt und die Wassertemperatur in den Becken gesenkt. Das Außenbecken, dass normalerweise zu den wärmsten Becken der Wasserwelt gehört, bleibt sogar bis auf Weiteres komplett geschlossen. Bereits lange vor der Strom- und Gaskrise hat die Stadt Heide in ihren Gebäuden mit der sukzessiven Modernisierung und Optimierung der Heizungsanlagen begonnen (Stichwort Klimaschutz). In Anbetracht der derzeitigen Situation soll dieses Vorhaben nun beschleunigt fortgesetzt werden. Allein durch diese Maßnahmen wird der Energieverbrauch der Stadt und ihrer Partner stark reduziert, konstatiert Kay Teckenburg.

Im Unterschied zu anderen Kommunen wird die Straßenbeleuchtung bei der großen städtischen Einsparinitiative vorerst ausgeklammert. Zum einen, weil die Laternen der Sicherheit dienen, was ganz besonders in der dunklen Jahreszeit zum Tragen kommt. Zum anderen aber auch, weil viele von ihnen bereits auf stromsparende Leuchtdioden-Technologie (LED) umgerüstet sind. „In diesem Bereich sind wir relativ effizient aufgestellt, begründet Oliver Schmidt-Gutzat die Entscheidung. „Deshalb werden wir zunächst einmal die weitere Entwicklung abwarten. Gegebenenfalls steuern wir zu einem späteren Zeitpunkt mit weiteren Maßnahmen nach.“

Nicht zuletzt dafür hat der Bürgermeister jetzt eine Sonderarbeitsgruppe Energiesparen einberufen. Ziel dieser Task Force ist es, als Stadtverwaltung möglichst zügig und flexibel auf die sehr dynamische Lage reagieren zu können – immer in enger Absprache mit den Eigenbetrieben und den Beteiligungen. Oliver Schmidt-Gutzat: „Besonders in schweren Zeiten muss die öffentliche Hand ein Impulsgeber und Vorreiter sein. Dieser Vorbildrolle wollen wir gerecht werden. Denn gemeinsam können wir diese herausfordernden Zeiten bestehen.“

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