Bürgerwerkstatt "Heide fährt Rad" am 20. März im Bürgerhaus

Jetzt sind die Drahtesel-Freunde am Zug: Bei der Verbesserung des Radverkehrs baut die Stadt Heide auf die Mithilfe der Bürger. „Für 20. März laden wir alle Interessierten zu einem öffentlichen Forum ein“, sagt Projektkoordinator Daniel Schwab. „Jeder, der möchte, kann Wünsche äußern oder Vorschläge einbringen."

Es geht um Sicherheit, um Komfort – und um den Klimaschutz: Die Stadt Heide will fahrradfreundlicher werden. Zwei Fachbüros unterstützen die Stadt bei dem ehrgeizigen Vorhaben, Urbanus aus Lübeck und die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) aus Hannover. „Wir haben sie mit der Erstellung eines Radverkehrskonzepts beauftragt“, erläutert Schwab. Mittlerweile haben die Experten das gesamte Fahrradnetz der Stadt unter die Lupe genommen und die Ergebnisse in einem Zwischenbericht zusammengefasst. „Die Bestandsaufnahme ist abgeschlossen. Jetzt geht es uns darum, konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Denn das Konzept nützt gar nichts, wenn wir es nicht umsetzen“, so der Stadtplaner weiter. „Wir wollen schließlich, dass Heide für Radfahrer attraktiver wird.“ Das gelte ganz besonders im Hinblick auf die Punkte Sicherheit und Komfort. „Und da gibt es Heide einige Ecken, an denen etwas getan werden muss.“

In dem Konzept spielt zudem der Klimaschutzgedanke eine zentrale Rolle. Der Rathausmitarbeiter ist sicher: „Mit guten Fahrradwegen bringen wir mehr Menschen dazu, vom Auto auf das Rad umzusteigen. Und damit leisten wir einen Beitrag, dass weniger schädliches CO2 in die Atmosphäre gelangt.“ Denn grundsätzlich, so Schwab, gibt es in der deutschen Bevölkerung eine hohe Bereitschaft zum Fahrradfahren – insbesondere bei Kurzstrecken. Häufig sei es jedoch die schlechte Infrastruktur, die die Menschen davon abhalte den Drahtesel zu benutzen. „Das ist schade, den der Radverkehr bietet großes Potenzial.“ Nicht zuletzt für den Einzelhandel. Studien belegen: Eine gute Radverkehrsförderung belebt die Innenstädte.

Doch bei dem Konzept geht es nicht nur um organisatorische und städtebauliche Verbesserungen. Ein mindestens ebenso wichtiger Ansatzpunkt sind „die Menschen in der Stadt und den Nachbarorten“, erläutert Daniel Schwab. Deshalb werde die Öffentlichkeit mit in das Konzept einbezogen. „Es ist wichtig die Bürger mitzunehmen."

Und genau das soll nun passieren. Unter dem Motto Heide fährt Rad veranstaltet die Stadt am Mittwoch, 20. März, ein Bürgerforum. Während des Themenabends, der um 18 Uhr im Bürgerhaus beginnt, werden die Projektbeteiligten über das Radverkehrskonzept informieren und erste Ergebnisse vorstellen. Interessierte erhalten zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zu machen. Weiterhin steht ein Gastvortrag von Professor Heiner Monheim auf dem Programm. Der anerkannte Verkehrswissenschaftler setzt sich seit Jahren für umweltfreundliche und stadtverträgliche Verkehrskonzepte und Planungsstrategien ein.

Das offizielle Plakat zur Bürgerwerkstatt finden Sie hier.

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