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Bis heute wird auf dem größten Marktplatz Deutschlands (4,7 ha) an jedem Sonnabend ein Wochenmarkt abgehalten. Dieser Markt hat seinen Ursprung in der Zeit um 1447, als neben der neu in Heide stattfindenden Landesversammlung - zuvor war Meldorf Tagungsort - auch ein Markt abgehalten wurde. Der Aufbau des historischen Marktes soll einen Eindruck von der Stimmung und Atmosphäre des mittelalterlichen Treibens widerspiegeln. Handwerker in der Kleidung des späten Mittelalters bieten ihre Waren an. Goldschmiede, Zinngießer, Töpfer und eine Druckerei arbeiten nach alt hergebrachter Weise. Vom Besenbinder bis zum Wappen-Hersteller, von der Klöpplerin und der Schneiderin bis zum Holzschnitzer sind zahlreiche Handwerksberufe vetreten. Lebensmittelhändler schlagen ihre Stände auf. Dazu gehören Brotbäcker, Fleischhändler und Bauern, die frisches Obst und Gemüse verkaufen.
Daneben ist das Grunzen, Blöken, Gackern und Schnattern der vielen Tiere zu hören. Den Besuchern wird an vielen Ständen die Möglichkeit geboten, sich an Speis und Trank, wie es im Mittelalter üblich war, zu ergötzen. Immer wieder werden die Kauf- und Schaulustigen von den Späßen der Gaukler überrascht und von den Musikanten unterhalten. Dies alles wird das Bild eines mittelalterlichen Marktes wiederaufleben lassen, wie es sich damals um das Jahr 1500 auf dem Heider Marktplatz zugetragen haben könnte.